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Reiseblog Gecko Footsteps

Reisen mit Kind

Fado in Lissabon – Ein Abend in Alfama

03/06/2018 Blog, Europa, Europareisen, Portugal, Reisen, Unterwegs mit Kind

Seien wir ehrlich. Auf einer Reise sind es oft nicht die gewöhnlichen Sehenswürdigkeiten, die lange im Gedächtnis bleiben und uns beeindrucken. Stattdessen sind es die besonderen Erlebnisse, die Einblick geben in die Kultur und Tradition des Landes und somit das Gefühl vermitteln, hautnah dabei zu sein. Als ein besonderes Highlight unserer diesjährigen Portugalreise ist mir Fado in Lissabon im Gedächtnis geblieben.

Fado in Lissabon

 

Ein Einheimischer sagte mir bereits einige Tage zuvor in Porto: „Den echten Fado erlebst du in Alfama!“. Die Altstadt von Lissabon, mit ihren Vierteln Alfama und Mouraria, gilt als Ursprung des Fado. Viele Fado-Restaurants und Fado-Kneipen zieren hier das Straßenbild und werden nicht nur von Einheimischen, sondern natürlich auch von vielen Touristen aufgesucht.

Die Plätze in den Restaurants sind sehr begehrt. Vor allem wenn man am Wochenende einkehren möchte, kann es eng werden. Schon im Vorfeld habe ich im Internet recherchiert, welche Restaurants empfehlenswert sind und habe anschließend schon einige Tage vorher per Telefon einen Tisch reserviert. Die Wahl fiel auf das Restaurant Esquina de Alfama.

Das Restaurant liegt inmitten der engen Gassen der Altstadt. Ich gebe zu: Ohne Google Maps hätte ich es wahrscheinlich gar nicht gefunden. Von außen ganz unscheinbar, neigt man fast dazu, daran vorbeizulaufen. Wir nehmen in einem kleinen Raum Platz und beobachten, wie sich das Restaurant füllt. Einheimische treffen mit ihren Familien ein, gesellen sich zu ihren Freunden und erfüllen den Raum mit Leben. Dazwischen tummeln sich Touristen, die für einen Abend eintauchen möchten in diesen oft gepriesenen Teil der portugiesischen Kultur: Den Fado in Lissabon.

Esquina de Alfama in Lissabon

Die Tische sind klein und es ist eng. Wir sitzen Schulter an Schulter mit unseren Nachbarn. Der kleine Raum ist bis zum Bersten mit Menschen gefüllt. Für eine Person mehr, wäre hier kein Platz mehr. Es ist laut, es wird viel gelacht und sich oft auch von Tisch zu Tisch unterhalten. Wir bestellen unser Abendessen und kurze Zeit später geht es los, denn plötzlich erstummen die Gespräche und es wird im Raum ganz still.

Als erstes hören wir nur die Klänge der Fado-Gitarre. Und während wir nach vorne zur Musikquelle blicken, steht eine Frau auf und erfüllt den Raum mit einem tiefgreifenden Gesang, der mir für einen kurzen Moment eine Gänsehaut beschert. Mit Inbrunst und Leidensmiene gibt sie sich der Musik und dem Gesang hin. Und auch, wenn ich gar nicht verstehe, wovon dieses Lied handelt, so leide ich fast mit ihr, denn ich spüre, dass sie von ihrem Schmerz erzählt. Schließlich wird sie von einem Mann abgelöst und zu guter Letzt gesellt sich auch noch eine alte Dame hinzu, die trotz winziger und gebrechlicher Erscheinung eine beeindruckende Stimme zum Vorschein bringt. Die Anwesenden lauschen gebannt, während sie bei Wein und Bier ihr Abendessen verzehren.

Esquina de Alfama Sängerin

Erst am späten Abend verlassen wir das Lokal und spazieren durch die dunklen und engen Gassen Alfamas zurück in unsere Wohnung. Ein eindrucksvoller Abend liegt hinter uns. Für mich steht fest: Fado in Lissabon ist ein Highlight, dass man sich bei einem Besuch der portugiesischen Hauptstadt keinesfalls entgehen lassen sollte.

Fado in Lissabon – Was ist das eigentlich?

Beim Fado handelt es sich um portugiesische Volksmusik, in der es vor allem um Leid, Unglück, Liebeskummer und Sehnsucht geht. Der Fado ist ein melancholischer Gesang, und wird von einer portugiesischen Gitarre begleitet. Die Strophen des Gesangs werden von den Sängern oder Sängerinnen selbst erdacht und vorgetragen. Entstanden ist diese Form der Musik im 19. Jahrhundert in den Armenvierteln von Lissabon, wie auch in der Stadt Coimbra. 2011 wurde der Fado als immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt.

Fado in Lissabon – Tipps

In Lissabon gibt es sehr viele Fado-Restaurants. In besonders großer Anhäufung findest Du sie in Alfama und Mouraria. Während einige Restaurants Menüs anbieten, servieren andere à la carte. Eintritt muss man in der Regel nicht zahlen, dafür sind Speisen und Getränke teurer, als dies in einem normalen Restaurant der Fall ist. Grundsätzlich sind die Restaurants sehr traditionell gehalten, sodass eine authentische Stimmung aufkommt.

Das hier genannte Restaurant Esquina de Alfama findest Du unter dieser Adresse:

R. de São Pedro 4
1100-139 Lisboa
Portugal

Telefon: +351 21 887 0590
Webpage: Esquina de Alfama

Esquina de Alfama Fado Restaurant

Lissabon Alfama Straßen

Die Gassen Alfamas gegen Abend

Hier findest Du weitere Lissabon-Tipps von mir:

Highlights in Lissabon – 4 Tage in Portugals Hauptstadt

Hast Du schon einmal Fado in Lissabon erlebt? Wie hat es Dir gefallen? Erzähle mir davon in einem Kommentar!

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Comments

  1. Ulrike Schellong says

    14/10/2022 at 15:27

    Ich liebe den Fado, seit mein Mann und ich ihn in den 80er Jahren in der Stadt Lissabon kennenlernten! Eine ältere Fadosängerin sang ihn unglaublich eindrucksvoll! Nach meiner Kenntnis stammt der Fado von den portugiesischen Seefahrern, die oft Jahre auf dem Meer unterwegs waren. Sie haben darin ihrer Klage Ausdruck, so lange fern von ihren Familien auf dem Meer leben zu müssen! Allein der Fado ist eine Reise nach Portugal wert! Ein herzergreifender Gesang!

    Antworten

Trackbacks

  1. Highlights in Lissabon - 4 Tage in Portugals Hauptstadt sagt:
    23/06/2019 um 09:00 Uhr

    […] treiben. Die urige Atmosphäre des Viertels ist einfach zauberhaft. Hier verbringen wir auch einen Abend in einem Fado-Restaurant. Der traditionell portugiesische Gesang kommt vermutlich nirgendwo so gut zur Geltung, wie in […]

    Antworten

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Sabine

Sabine

Hallo und herzlich willkommen auf meinem Blog. Mein Name ist Sabine und ich bin das Gesicht hinter Gecko Footsteps. Auf meinem Blog findest Du viele Geschichten und Inspirationen rund um mein Lieblingsthema: Das Reisen. Ein großer Fokus des Blogs liegt auf dem Reisen mit Kind und Familie, denn mein 13-jähriger Sohn und mein Mann sind oft mit von der Partie. Ab und zu verschlägt es mich jedoch auch alleine in die Ferne.

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